Abrechnung: “Wolverine – Weg des Kriegers”

Wolverine – Weg des Kriegers ist der nächste größere Superhelden-Film des Jahres aus dem Hause Marvel, welcher die Leinwände der Kinos in Deutschland verlässt. Nach einer Zeit mit durchschnittlich positiven Rückmeldungen des Publikums, werden hier nun die Einspielergebnisse, Zuschauerzahlen und Bewertungen aufgeführt.

Einspielergebnisse Stand: 28.08.2013

Trotz vieler Werbung und positiver Resonanz, zog es anscheinend nicht sehr viele Menschen in die Kinos, um Wolverine in seinem ersten eigenen Film sehen zu können. Zumindest, wenn man nach den Zahlen der Einspielergebnisse beurteilt. So startete dieser nicht nur in knapp 100 Kinos weniger als vor vier Jahren noch Origins, sondern nahm insgesamt auch weniger ein. Weltweit konnte der Film 350.949.085 Dollar einspielen, damit sind das knapp 20 Millionen Dollar weniger, als Origins verzeichnen konnte.

Dabei liegt der Schwerpunkt der Einnahmen außerhalb der USA, wo man mit 255 Millionen Dollar, 100 Millionen Dollar mehr einnehmen konnte.
Diese doch relativ niedrigen Zahlen bringen den Film unter dem Strich auf Platz 231 der weltweit erfolgreichsten Filme aller Zeiten, 34 Plätze hinter Origins.
Das Budget von 120 Millionen Dollar konnte man damit sehr gut einholen, weswegen die Finanzierung einer möglichen Fortsetzung machbar wäre.
Insgesamt ist der Film dieses Jahr der schwächste im Genre der Superhelden-Filme, hatte allerdings mit Man of Steel und Iron Man 3 auch weitaus größere Konkurrenz.

Zuschauerzahlen In Deutschland

Als ich den Film am Starttag gesehen hatte, fand ich mich in einem etwas weniger gefülltem Kino wieder. Normalweise dürfen sich Filme an ihrem großen Abend über große, volle Sääle freuen.
In Deutschland hat statistisch betrachtet fast jeder achtzigste Bürger Wolverine auf der großen Leinwand gesehen, so haben 865.669 Menschen die Vorstellungen besucht.
In der Top 200 der Filme mit den meisten Besuchern, kann sich Wolverine nicht wiederfinden, er liegt damit noch hinter X-Men: Der letzte Widerstand (Platz 199) und Iron Man 3 (Platz 101).

Bewertungen IMDb, Rottentomatoes, Empire

Wie bereits am Anfang erwähnt, bekam Wolverine – Weg des Kriegers durchschnittlich positive Kritik von den Besuchern. Oftmals wurde gesagt, dass Wolverine nun endlich den Film bekommen hat, den er verdient und somit weiteres Potential des Charakters auf weitere Filme aufgebaut werden könnte. Negative Stimmen sagen, dass im den 2 Stunden der Laufzeit einfach nichts passiere und der Film schlicht langweilig wäre. So hat Wolverine:
- auf IMDb 7,1 von 10 Sternen erhalten
- von Empire ein “Gut”, also 3 aus 5 Sternen
- 68%, eine frische Tomate und 73% von den Zuschauern auf Rottentomatoes, bekommen.
Über den Film gab es gar nicht so viel zu sagen, da er von den meisten mit nicht so hohen Erwartungen, unvoreingenommen gesehen worden ist. Anders sah es da beispielsweise bei Man of Steel aus. Das liegt vor allem daran, das keine all zu spektakulären Handlungen geschehen und auch die Schauspieler einen guten Job leisten, jedoch ziemlich unbekannt sind. Wer mehr Details erfahren möchte, kann sich die Kritik auf superhero-film-news durchlesen. Dort hat dieser übrigens 3 von 5 Punkten erreichen können.

Im Heimkino auf DVD oder Blu-ray, kann man Wolverine – Weg des Kriegers wahrscheinlich ab den 29. November 2013 sehen. Auch hier kann sich das Erscheinungsdatum noch etwas verschieben.

The Wolverine ist von Regisseur James Mangold, mit einem Cast von Hugh Jackman, Will Yun Lee, Hiroyuki Sanada, Hal Yamanouchi, Tao Okamoto, Rila Fukushima und Brian Tee, der Soundtrack des Filmes wird von Marco Beltrami komponiert.

Quellen: BoxOfficeMojo, Wulfmansworld

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  • Christian Ehlert

    Zumindest ist man in Weg des Kriegers
    schnell bemüht Charaktere und eine Story einzubinden die gar nicht mal
    so schwachbürstig ist. Die Datenbankbewertungen sind diesmal ziemlich
    schlecht im Vergleich zu andere Blockbuster in dieser Zeit, schon nach
    15 Minuten hat mich das Werk mehr unterhalten als Pacific Rim zuvor.
    Regisseur James Mangold (Cop Land, Knight and Day) war allerdings einer
    dieser neuen absoluten Nichtskönner der sich Hollywood-Regisseur
    schimpft, zumindest hier hat er etwas mehr überzeugt.

    Die Story spielt direkt anschließend an X-Men 3 – Der letzte Widerstand und Wolverine
    lebt depressiv in den Wäldern mit Vollbart geschmückt, wobei er dann
    später ein Vollbad nimmt und seine ursprüngliche Frisur erhält. Die
    Geschichte ist interessant und hat Potenzial, da hier ein interessantes
    Drehbuch dahinter steckt und kein Haudraufgekloppte ohne interessante
    Story wie bei The Avengers oder Man Of Steel zuletzt, wo es darum geht,
    dass Wolverine seine Selbstheilungskraft
    an einen langsam vollendenden Millionär übergibt. Es ist ein mehr auf
    Story ausgelegter Superheldenfilm, der schnell den The Avengers, Man of
    Steel oder Pacific Rim Bilderrauschjünger vergraulen dürfte, da hier das
    Rumgeknalle zunächst ausbleibt und bis auf ein paar übertrieben
    unrealistisch aussehende CGI Gefechte auf einem Zug hält sich der
    lächerlich durchsichtige Computerblödsinn noch in Grenzen. Zu wenig
    Action gibt es hier aber nicht, insbesondere im letzten Drittel gibt es
    doch einige Auseinandersetzungen die auch spannend in Szene gesetzt
    werden.

    Lächerlichkeiten wie ein Smartphone in vordergründiger Großaufnahme, wo
    man durchschauen kann und was genutzt wird, um bei der Beerdigung zu
    filmen, wie Wolverine die Bösewichte
    platt macht, bleiben nicht aus. Moderne Ideen die eigentlich völlig
    unsinnig sind und den jungen Mode-Menschen von heute ansprechen darf,
    der womöglich hier im Film auch schon selbst am Smartphone rumspielen
    dürfte, da die Action zunächst für denjenigen bis zur 35. Minuten zu
    wenig vorhanden ist. Blutig brutale Meuchelszenen welche durch die Klaue
    ausgelöst werden müssten, wie zuletzt im Spiel X-Men Origins: Wolverine
    zu sehen, belieben auch bei diesem Hollywood-Produkt aus. Die Kämpfe
    sind flott geschnitten, vereinzelt leicht hektisch und Brutalität
    verschwindet im Off, aber zumindest nervt hier keine übertriebene
    Wackelkamera. Statt Hugh Jackman und Mariko oder Yukio mal eine
    richtige Nummer im Liebeshotel schieben, wird wieder diese Pseudo-Erotik
    angetäuscht. Immerhin sind Mariko und Yukio von sympathischen und
    völlig unverbrauchten asiatischen Laiendarstellern besetzt, die eine
    Natürlichkeit ausstrahlen, die eine Famke Janssen längst verloren hat.

    Nach einer Durststrecke von gut 20 Minuten im Mittelteil nimmt der Film
    allerdings doch fahrt auf, die Story ist dabei durchaus interessant
    genug bis zuletzt, wenn auch nicht immer spannend. Es gelingt Regisseur
    Mangold tatsächlich auf die Hauptcharaktere einzugehen und Emotionen zu
    binden, damit hab ich kaum gerechnet, was vielleicht auch an der
    ordentlichen Besetzung liegt. Somit Weg des Kriegers nicht schlechter oder besser ist als X-Men Origins: Wolverine zuvor, für einmal ansehen reicht es.

    „Was für eine Art Monster sind sie nur?“

    „Ich bin Wolverine“

    http://www.nightmare-horrormovies.de/thread.php?threadid=12393